Lunas Blog

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Lichtkunst – ein Objekt, viele Stimmungen

Egal ob Tag oder Nacht, die 3x3 schafft eine einzigartige Atmosphäre. Das Zusammenspiel von Licht und Schatten verwandelt den Raum und ruft unterschiedliche Stimmungen und Emotionen hervor. Sie lädt dazu ein, die Schönheit des Lichts auf neue Weise zu erleben – mit 3 verschiedenen Lichtmustern, die über eine Smartphone-App gesteuert werden. Die 3x3 ist nicht nur eine Lampe, sondern ein Lichtkunstwerk, das jedem Raum Wärme und Atmosphäre verleiht.

Projekt-Hero-Bild
Geschichte – Hintergrund
Bild zur Geschichte

Das 3×3 begann nicht als Idee. Es entstand durch Evolution.

Im Jahr 2023 befand sich der Keramiklampenschirm bereits in der Entwicklung. Aus einem massiven Stück Ton wurde von Hand eine Gießform hergestellt. Die ersten Güsse schlugen aufgrund eines Fehlers in der Form fehl: Der mittlere Kegel ließ sich nicht lösen. Das Problem wurde gelöst, indem ein Teil dieses Kegels in der Mitte herausgeschnitten wurde, genau an der Stelle, an der später die Leuchte angebracht werden sollte.

Nachdem die Form fertiggestellt war, wurden die ersten Lampenschirme hergestellt und biskuitgebrannt.

Die Glasur stellte die nächste Herausforderung dar. Um eine gleichmäßige Schicht ohne Blasen oder optische Mängel zu erzielen, war ein langsamerer Prozess erforderlich – Geduld beim Auftragen, Zeit zum Korrigieren von Überlappungen und manchmal ein ganzer Tag Wartezeit vor dem Brennen, um ein Verlaufen der Glasur zu vermeiden. Feuchtigkeit konnte dazu führen, dass sich die Glasur ablöste und unglasierte Stellen sowie eine Oberfläche hinterließ, die einer Orangenschale ähnelte.

Nachdem die ersten Lampenschirme mit einer Glasur versehen worden waren, die sich richtig anfühlte, wurden sie auf einem Handwerksmarkt ausgestellt. Für diese Veranstaltung wurde ein 1 x 1 Meter großes Holzbrett gebaut, auf dem neun Lampenschirme in einer 3×3-Anordnung angebracht waren, die jeweils mit einer Leuchte ausgestattet waren und über einen Akku mit Strom versorgt wurden, damit die Lampenschirme in Aktion zu sehen waren. Es war nicht als klassische Produktpräsentation gedacht, sondern als eine Möglichkeit, die Geschichte – die Geschichte und die Schwierigkeiten hinter dem Objekt – zu zeigen.

Diese Anordnung war der Beginn von etwas Neuem: Durch die 3×3-Anordnung entstanden neue Schattenmuster, da die Lichtquellen miteinander interagierten. Nach der Messe wurden die Experimente fortgesetzt, indem bestimmte Lichter ein- und andere ausgeschaltet wurden – und in diesem Moment wurde klar, dass es sich um mehr als nur eine Ausstellung handelte.

Entwicklung – Prozess
Entwicklungsbild

Der Proof of Concept wurde anhand eines funktionsfähigen Prototyps realisiert. Lose Kabel, temporäre elektronische Anschlüsse und modulare Komponenten ermöglichten es, verschiedene Lichtmuster zu testen, während nach und nach neue Teile integriert wurden.

Nachdem das elektronische System fertiggestellt war, wurde eine Steuereinheit integriert, um den Betrieb über eine Smart-Home-Integration oder eine App zu ermöglichen, mit der zwischen drei verschiedenen Lichtmodi gewechselt werden kann. Nachdem die technische Grundlage definiert war, wurden die endgültigen CAD-Dateien entwickelt – für die Leuchten, die mechanischen Befestigungselemente für die Keramikschirme und den Rahmen, der erforderlich war, um den Prototyp in ein fertiges Objekt zu verwandeln.

Während der gesamten Entwurfsphase standen Nachhaltigkeit und Reparaturfähigkeit im Mittelpunkt. Es wurden keine Klebeverbindungen verwendet; alle Elemente sind mechanisch montiert, um Wartung, Austausch und langfristige Nutzung zu ermöglichen.

Bei der Auswahl der Materialien standen Haltbarkeit und Langlebigkeit im Vordergrund: eine Aluminiumverbundoberfläche zur Befestigung der Jalousien und Leuchten, ein Rahmen aus massivem Ahornholz und eine matte Zweikomponenten-Oberflächenbeschichtung, die für jahrelangen Gebrauch ausgelegt ist und sich leicht reinigen lässt, um das Objekt langfristig zu erhalten.

Alle Komponenten wurden in Deutschland hergestellt und von Hand zusammengesetzt, was zu einem einzigartigen Leuchten führte – dem 3×3.

  • Iteration 01 – Materialforschung
  • Iteration 02 – Lichtstudie
  • Iteration 03 – Systemintegration
Fertiges Produkt – Wie es wirkt
Fertiges Bild

Das 3×3 ist nicht nur eine Leuchte.

Tagsüber, wenn es ausgeschaltet ist, existiert es als Kunstwerk. Material, Farbe und die strukturierte Anordnung schaffen eine visuelle Präsenz, die Aufmerksamkeit erregt – ruhig, aber magnetisch.

Nachts erwacht das Objekt zum Leben. Die Beleuchtung schafft Atmosphäre, bestimmt den Ton im Raum und schafft eine warme, einhüllende Lichtumgebung.

Es ist nicht nur eine funktionale Lichtquelle, denn es vermittelt Identität. Das Objekt hat einen Namen. Die Lichtmuster haben Namen. Dadurch wird das Erlebnis von passiver Nutzung zu Interaktion.

Seine Präsenz ist nicht festgelegt. Das System ermöglicht die Verwendung verschiedener Glühbirnen, und die Musterkonfigurationen schaffen ein breites Spektrum an möglichen Atmosphären. Das Objekt kann je nach Konfiguration zwischen Stimmungen, Intensitäten und räumlichen Effekten wechseln.

Es handelt sich um eine ständige Weiterentwicklung innerhalb einer definierten Struktur.

Mehr als nur eine Leuchte, wird sie zum Begleiter des Raumes.




Material Aluminium Dibond / Keramik / Ahornholz
Licht Umgebung
Abmessungen 1000 x 1000 x 80 mm

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Luna Kollektiv
Westerwald, Deutschland

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